Das Wichtigste in Kürze
- Ort: Sursee im Kanton Luzern, Wohnraum mit zwei gestalteten Wänden
- Technik: geeigneter Gips aufgetragen, danach mit der Drahtbürste strukturiert
- Ergebnis: fugenlose Wand mit feinen, senkrechten Rillen statt glatter Farbe
- Ausgeführt vom Gipser und Maler in einer Person
Ausgangslage: zwei weisse Wände
Der Wohnraum in Sursee hatte ruhige, weiss gestrichene Wände. Zwei davon sollten mehr Charakter bekommen. Vor dem ersten Handgriff wurden Boden, Sofa und angrenzende Flächen sorgfältig abgedeckt und die Kanten abgeklebt, denn bei einer Strukturtechnik arbeitet man mit nassem Material und kräftigen Bewegungen.
Vorher und nachher


Die Technik: Gips und Drahtbürste
Die Struktur entsteht in zwei Schritten. Zuerst trägt Sollberger einen geeigneten Gips gleichmässig auf die Wand auf. Danach zieht er eine Drahtbürste durch das Material. Die Drähte ritzen feine Rillen in die Oberfläche, die hier senkrecht verlaufen. Weil jeder Zug von Hand geführt wird, ist kein Abschnitt genau gleich wie der andere. Genau das macht die Wand lebendig.
Entscheidend ist der Zeitpunkt: Ist das Material zu nass, verlaufen die Rillen wieder. Ist es schon zu fest, reisst die Bürste Stücke heraus statt sauberer Linien. Das Gefühl für diesen Moment ist Handwerk, das ein Gipser aus Erfahrung mitbringt.
So läuft eine Dekorwand ab
- Abdecken und abkleben. Boden, Möbel, Decke und angrenzende Wände werden geschützt.
- Untergrund prüfen. Die Wand muss tragfähig, sauber und eben sein. Risse oder Löcher werden vorher geschlossen.
- Gips auftragen. Ein für die Technik geeigneter Gips wird in gleichmässiger Schicht aufgezogen.
- Mit der Drahtbürste strukturieren. Im richtigen Moment wird die Oberfläche in einer Richtung durchgezogen, hier senkrecht vom Boden bis zur Decke.
- Kanten und Abschlüsse. Ecken, Decke und Sockel werden sauber ausgebildet, damit die Dekorwand klar begrenzt ist.
Die Struktur aus der Nähe
Erst aus der Nähe und im Streiflicht zeigt sich die Tiefe der Rillen. Tagsüber bei seitlichem Licht wirkt die Wand plastisch, am Abend mit Lampenlicht ruhiger.



Wo eignet sich eine Dekorwand?
Eine Dekorwand wirkt am besten dort, wo der Blick ohnehin hinfällt: die Wand hinter dem Sofa oder dem Fernseher, das Kopfende im Schlafzimmer, der Eingangsbereich oder eine Wand im Treppenhaus. Meist werden nur ein oder zwei Wände gestaltet und die übrigen schlicht gehalten, so kommt die Struktur zur Geltung. Weitere Möglichkeiten wie Spachtel-, Lasur- und Kalktechniken stehen auf der Seite Malerarbeiten.
Dekorwand statt Tapete
Eine Strukturtapete kann ähnlich aussehen, hat aber Stösse und wiederholt ihr Muster. Eine von Hand strukturierte Wand ist fugenlos und jede Partie ist ein Unikat. Weil Gipser und Maler bei Sollberger dieselbe Person sind, kommen Untergrund, Struktur und Farbe aus einer Hand. Mehr dazu auf Gipserarbeiten.
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Fragen zur Dekorwand
Wie entsteht eine Dekorwand mit Drahtbürsten-Struktur?
Zuerst wird ein geeigneter Gips gleichmässig auf die Wand aufgetragen. Bevor er fest ist, wird die Oberfläche mit einer Drahtbürste in einer Richtung durchgezogen. So entstehen feine Rillen. Sollberger Gipser-Maler hat so in Sursee zwei Wände gestaltet.
Für welche Räume eignet sich eine Dekorwand?
Vor allem für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Eingangsbereiche und Treppenhäuser. Meist wird eine Wand oder werden zwei Wände gestaltet, auf die der Blick fällt, etwa hinter dem Sofa oder am Kopfende des Betts.
Was ist der Unterschied zwischen Dekorwand und Strukturtapete?
Eine von Hand strukturierte Wand ist fugenlos und ohne sich wiederholendes Muster. Eine Strukturtapete hat Stösse zwischen den Bahnen und ein gleichmässiges Muster.
Muss die Wand vorher vorbereitet werden?
Ja. Der Untergrund muss tragfähig, sauber und eben sein. Risse und Löcher werden vorher geschlossen. Weil Yves Sollberger Gipser und Maler ist, übernimmt er diese Vorarbeiten selbst.
Arbeitet Sollberger auch ausserhalb des Bezirks Zofingen?
Der Schwerpunkt liegt im Bezirk Zofingen rund um Strengelbach. Dieses Projekt in Sursee, rund 18 km entfernt, zeigt, dass Sollberger auch Aufträge in der Nachbarregion ausführt. Im Kanton Luzern arbeitet er zudem im nahen Reiden.
Stand: Oktober 2026